Neujahrsempfang der Alternative für Deutschland – Rheinland-Pfalz

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Der Landesverband der Alternative für Deutschland – Rheinland-Pfalz hatte am Samstagabend erstmals in Mainz zum Neujahrsempfang geladen. Rund 60 Gäste waren im Hotel Atrium erschienen, darunter auch Gastredner und Bundessprecher Dr. Konrad Adam.
Die Gäste konnten zwei starke Reden hören. Die Eingangsrede und Jahresrückblick hielt der Landesvorsitzende Uwe Zimmermann. Dieser hatte gute Nachrichten zu verkünden, denn der Landesverband wächst langsam aber stetig. Rund 1200 Mitglieder waren beim Jahreswechsel zu verzeichnen und 54 kommunale Mandatsträger konnten in Rheinland-Pfalz in die Parlamente einziehen. Mit knappen Worten umschrieb der Professor für Maschinenbau den inneren Zustand des Landesverbandes und der Bundesebene, mahnte zur „Einheit und Geschlossenheit“ und forderte auf, “an einem gemeinsamen Strang zu ziehen”. Der Schwerpunkt des kommenden Jahres liege in der Konsolidierung und insbesondere in der Entwicklung eines Wahlprogramms für die Landtagswahlen 2016 mit der das “Ende der derzeitigen dilettantischen Landesregierung eingeläutet wird”, so Zimmermann.

Ein weiterer Schwerpunkt auf Grund der Aktualität war PEGIDA. Hier machte Zimmermann klar, dass die Sorgen, Ängste und Forderungen von PEGIDA ernst genommen werden müssen. Die Forderungen der PEGIDA-Bewegung seien “gesellschaftlich zu diskutieren und nicht pauschal zu verdammen”, so Zimmermann, immerhin würden einige Forderungen erhoben, die auch die AfD in ihren Wahlprogrammen stehen habe, wie beispielsweise das Einwanderungsgesetz nach kanadischem Vorbild, das auch derzeit einige andere Parteien für sich entdeckten.

Allerdings machte Zimmermann unmissverständlich klar, dass man sich PEGIDA mit Vorsicht annähern müsse, da es nicht sicher sei, ob deren Führungspersönlichkeiten auf Dauer in der Lage seien, die Demonstrationen in einem seriösem Fahrwasser zu halten. Plumpe Ausländerfeindlichkeit oder eine pauschale Verurteilung ganzer Bevölkerungsgruppen seien mit der AfD nicht zu machen, bekräftigte Zimmermann.

Der Gastredner und Bundesvorstandsmitglied Konrad Adam näherte sich dem Thema PEGIDA über einen weiten Bogen. Kurzweilig, humorvoll und in bildreicher Sprache erläuterte er seine Sicht auf das Jahr 2014 und auf die Missstände, die in diesem Jahr besonders sichtbar waren. So sei Zensur zwar grundgesetzlich verboten, jedoch sei sie auch gar nicht nötig, wenn man den Wortschatz so verengt, dass sich vieles von dem, was man sagen will, gar nicht mehr sagen lässt. “Sie haben aus dem Müll einen Wertstoff, aus der Vergewaltigung eine Beziehungstat, aus dem Krieg eine humanitäre Intervention und aus dem Ladendieb einen unconventional shopper gemacht”, so Adam und wenn die Sprache politisch korrekt eingenordet ist, dann läuft die Gedanken-, die Meinungs- und die Pressefreiheit ins Leere. So ließ Adam die Schwerpunkthemen des Jahres an den Zuhörern vorbeigleiten, der Zustand der deutschen Demokratie, Einwanderung, Bildung, Euro-Krise und am Ende ein kämpferisches: “Wir wollen Freiheit, Freiheit im Singular statt Freiheiten im Plural. Wir wissen ja, wie es dann weitergeht: zunächst ist das erlaubt, was nicht verboten ist; dann das verboten, was nicht erlaubt ist; schließlich auch das verboten, was früher einmal erlaubt war. So geht es, wenn man die Freiheit zerteilt und als Stückwerk unter die Leute bringt. So wollen wir sie aber nicht, wir wollen die ganze Freiheit.”

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