CDU, FWG und Grüne lehnen sozialverträgliche Splittung der Beitragserhöhung ab

Die Ganztagsbetreuung wird teurer: CDU, FWG und Grüne lehnen sozialverträgliche Splittung der Beitragserhöhung ab.

Im Landkreis Germersheim müssen Eltern ab dem 1. September für die Krippen-Betreuung von Kindern unter zwei Jahren je nach Einkommen im Vergleich zu 2006 bis zu 150 Prozent höhere Beiträge zahlen. In niedrigeren Einkommensklassen macht die Erhöhung satte 67 Prozent aus.

17,5 % der Personalkosten in der Tagespflege (Ganztagsbetreuung) sollen über Elternbeiträge gedeckt werden. Allerdings versäumte es die Verwaltung, die Beiträge in den letzten Jahren schrittweise anzupassen.

Ein FWG-Mann argumentierte, die Eltern hätten durch die nicht angepassten Beiträge in der Vergangenheit ja Geld gespart; dabei unterschlägt er allerdings elegant, dass die Beiträge zeitweise auch über (!) den geforderten 17,5% lagen und die Eltern somit zuviel zur Kasse gebeten wurden.

Für die AfD im Landkreis ist klar, dass diese massive Erhöhung den Eltern nicht zuzumuten ist. Auf lange Sicht sollte sogar die komplette Kinderbetreuung wie in unserem Nachbarland Frankreich freigestellt werden. Von dieser kinder- und familienfreundlichen Regelung könnte unser vor großen demographischen Herausforderungen stehendes Land nur profitieren!

Kreistagsmitglied Franz Siarsky (AfD) kann die Vorzüge dieses Systems aus eigener Erfahrung bestätigen; hat er doch mit seiner Familie jahrelang in Frankreich gelebt. Beitragsfreiheit fördert zudem die Integration von Migranten, die durch die Betreuung in öffentlichen Einrichtungen von klein auf in die heimische Kultur und vor allem Sprache eingebunden sind. Sprache ist der Schlüssel zu Bildung, guter Arbeit und Integration!

Die durchaus notwendige Beitragserhöhung steht für die AfD im Landkreis Germersheim nicht zur Debatte; wenn die Verwaltung aber schon in den letzten Jahren versäumt hat, die Beiträge schrittweise anzupassen, hätte man nun mit einer Splittung der Erhöhung ohne Probleme die Eltern etwas schonen können.

Daher formulierten wir einen Antrag, dass man die Erhöhung auf drei Jahre verteilen möge und nicht – wie nun beschlossen – auf einen Schlag die Geldbeutel der Eltern im Landkreis belastet.

Unser von der SPD unterstützte Antrag, diese massive Beitragsanpassung sozialverträglich zu strecken, wurde allerdings von der Mehrheit von CDU, FWG und Grünen im Kreistag abgelehnt.

Die Eltern mögen sich nun selbst ein Bild über die Familienfreundlichkeit der im Kreistag vertretenen Parteien machen.

Grüße,

Andreas Müller
stv. Vorsitzender
Alternative für Deutschland
Kreisverband Germersheim

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