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Stellungnahme zur geplanten Massentötung von Rassegeflügel in Wörth

Als Kreisverband der AfD fordern wir Herrn Landrat Dr. Fritz Brechtel (CDU) und die Kreisverwaltung Germersheim auf, die geplante Keulung des gesamten Tierbestandes des Rassegeflügelzuchtvereins Wörth umgehend zu stoppen und in Zusammenarbeit mit den Mitgliedern einen Kompromiss zu finden, der sowohl den Interessen der Halter und der Öffentlichkeit Rechnung trägt.

Der Landkreis ist zur Gefahrenabwehr verpflichtet, geeignete Maßnahmen zur Eindämmung bei Tierseuchen zu ergreifen; jedoch sollten diese verhältnismäßig sein. Der gegebene Gesetzesrahmen ist zu Gunsten des Vereines auszuschöpfen. Eine pauschale Keulung von über 540 Tieren – bloß auf Verdacht – ist nicht akzeptabel.

Die bisherigen Aussagen, man könne keine Ausnahmen machen, erwecken den Eindruck, man wolle die Angelegenheit möglichst schnell und ohne großen Aufwand erledigen. Herrn Dr. Brechtels Anmerkung während eines SWR-Interviews, es gäbe in der Türkei und Ägypten Fälle, bei denen das Virus auf den Menschen übertragen wurde, ist aus unserer Sicht Angstmacherei, um seine Argumentation zu stützen. Hier im Landkreis ist in Hinblick auf die Interessen der Halter und das Tierwohl Augenmaß gefragt! Auch der Bisherige Umgang der Kreisverwaltung mit den Betroffenen ist verbesserungswürdig.

Aufgrund eines Eilantrages bei dem Verwaltungsgerichts in Neustadt an der Weinstraße dürfen die Tiere vorerst nicht gekeult werden; die nun verbleibende Zeit muss für einen gangbaren Kompromiss genutzt werden.

Wenn es sich um eine harmlose Virusvariante handelt, von dem auch nur ein Teil der Tiere betroffen sind, kann der Bestand von den erfahrenen Haltern des Vereines unter Quarantäne gehalten werden. Anstatt wertvolle und seltene Vogelbestände unterschiedslos zu töten und das Lebenswerk vieler Züchter zu zerstören, sowie dem Verein großen finanziellen Schaden zuzufügen, sollte die Kreisverwaltung den Verein unterstützen, die betroffenen Tiere so unterzubringen und zu versorgen, dass eine gezielte Behandlung möglich ist und nur in Ausnahmefällen erkrankte Vögel getötet werden. Die Mitglieder des Vereines sind kompromissbereit – dies gilt es entsprechend zu würdigen!

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