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Germersheim: Deutsche Sprache bei der Gestaltung des Einschulungsprogramms schon gar nicht mehr von Belang?

Am Dienstag, den 07.08.2018 fand die Einschulungsfeier der Erstklässler an der Eduard-Orth-Grundschule in der Stadthalle Germersheim statt. Zum Rahmenprogramm gehörten unter anderem auch Darbietungen mit Musik und Tanz. Diese wurden ausschließlich in türkischer und englischer Sprache aufgeführt, was bei vielen anwesenden Eltern Befremden auslöste.

Dazu Matthias Joa, MdL und Kreisvorsitzender der AfD:

„An einem so wichtigen Tag Schulanfänger und Eltern an einer deutschen Grundschule mit einem Programm rein aus türkischen und englischen Liedern zu konfrontieren, irritiert. Das Erlernen der deutschen Sprache ist gerade in einer Stadt wie Germersheim mit einem extrem hohen Ausländer- und Migrantenanteil der Schlüssel zum schulischen Erfolg und Integration in eine moderne Wissensgesellschaft.“

Schon heute erlerne ein großer Teil der Germersheimer Kinder Deutsch erst im Kindergarten; sie dann an ihrem ersten Schultag für sie unverständlich auf Türkisch bzw. Englisch unterhalten zu wollen, sei unpassend und sende das falsche Signal.

„Eltern und Erzieher geben sich zu Hause und in den Kita´s Mühe, den Kindern die deutsche Sprache zu vermitteln. Es werden in den pädagogischen Einrichtungen der Kreisstadt Sprachförderkräfte beschäftigt oder Förderprogramme wie HIPPY (Home interaction for parents of preschool youngsters) aufgelegt, die es Eltern mit Migrationshintergrund ermöglichen, zu Hause gemeinsam mit ihren Kindern auf spielerische Weise Deutsch zu lernen.“

so Joa weiter.

„Welche Botschaft vermittelt man dann am ersten Schultag mit Vorführungen, die offenbar für eine Minderheit konzipiert wurden und die vom Großteil der Anwesenden überhaupt nicht verstanden werden? In Deutschland ist das Verbindende zwischen Zuwanderern und Aufnahmegesellschaft zuerst einmal die deutsche Sprache.“

Gerade russlanddeutsche Familien fühlten sich zu Recht brüskiert:

„Über Generationen haben Spätaussiedler und Heimatvertriebene ihre Muttersprache trotz Anfeindungen in der Fremde bewahrt; zurück in Deutschland müssen sie dann erleben, wie man das Deutsche im der alten Heimat offensichtlich wenig wertschätzt.“

Die Kritik der AfD in diesem Fall richte sich im Übrigen nicht gegen diejenigen, die mit Engagement diese Veranstaltung vorbereitet haben; sei es mit oder ohne Migrationshintergrund.

„Es ist Lobenswert, wenn sich in dem Lehrerkollegium Kolleginnen finden, die so etwas organisieren und mit den Kindern – die natürlich auch stolz auf das Geleistete sind – einüben und vorführen.“

Gerade aber die Schulleitung sei gefragt, einen passenden Rahmen zu finden und keine politisch überkorrekte Anpassung an einzelne Interessengruppen zu betreiben.

„Die Aufführungen in türkischer Sprache senden eine fatale Botschaft aus. Eine staatliche Schule hat alle Schüler und mittelbar auch die Eltern gleich zu behandeln, und auch – wenn man so will – eine Leitkultur vorzugeben.“

Denn ihre Aufgabe sei es, gerade den Kindern aus bildungsfernen oder sozial schwachen Familien klare Orientierung zu geben.

Die Schulleitung hat bereits auf die Anfrage der AfD zur Aufklärung der Angelegenheit geantwortet: Die zwei Tänze zu türkischer Musik sowie das Willkommenslied in Englisch seien „dem Unterricht unserer Schule erwachsen“. In Zukunft werde man „bei der Programmgestaltung gerne auf eine noch ausgewogenere Auswahl an unterschiedlichen Beiträgen achten.“

„Es ist zu begrüßen, dass die EOS die Kritik ernst nimmt und die Einschulungsfeiern in Zukunft ausgewogener gestalten möchte. Wir werden diesen Fall weiter eng begleiten.“

so Joa abschließend.

1 Comment

  1. Hartmut Hinckel
    August 30, 2018

    Zum Thema Einschulung in türkisch und englisch.

    Ich finde, die zuständige Schulleitung muss dafür ihren Hut nehmen und am besten aus dem Schuldienst suspendiert werden. Ich bin gerne bereit dies zu unterstützen.

    Integration geht anders, daher sollten Schüler die kein deutsch sprechen, gar nicht zum Unterricht zugelassen werden. Auch nicht im Kindergarten. Das Personal bzw. die Lehrer haben so auch genug zu tun!
    Vielmehr sollten diese Kinder separate Sprachkurse besuchen müssen, den die Eltern aus ihrem Einkommen zahlen müssen. Dann werden diese auch ein Interesse daran haben, den Kindern deutsch bei zu bringen.

    Das war vor 30 Jahren bedeutend besser. Da waren die Türken froh, hier Geld zu verdienen und passten sich an, zumal es zeitweise in der Türkei ein Kopftuch Verbot gab.
    Da wurde mehr Wert auf Integration gelegt.

    Aber inzwischen gibt es überall z.B. türkische Moscheen, wo nur türkisch gesprochen wird und gleichzeitig zum Ungehorsam (Kopftuch usw.) aufgerufen wird. Zusätzlich hofiert unser Staat solche mehr oder weniger rückständigen Muslime.
    Auf zurück ins Mittelalter.

    Wer soll so integriert werden?

    Antworten

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