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Coronavirus Quarantäne-Station in Germersheim: Vertrauen in Behörden und medizinisches Personal – offene Fragen rasch klären

Nach Medienberichten werden die aus China einzufliegenden deutschen Staatsbürger in der Kreisstadt Germersheim untergebracht. Es werden nur Personen nach Deutschland geholt, die bisher keine Symptome zeigen. Diese sollen mindestens 14 Tage in der Einrichtung auf dem Gelände der Südpfalz-Kaserne verbringen, um eine Infektion sicher auszuschließen.

Hierzu Matthias Joa, Landtagsabgeordneter und Kreistagsmitglied, sowie Alfons Braun, Vorsitzender der Stadtratsfraktion Germersheim:

„Eine Ausbildungskaserne der Luftwaffe – direkt neben Wohngebieten – wird zum Quarantänequartier für vorerst rund 90 bis 100 Personen, die aus dem Herzen der chinesischen Krisenregion Wuhan ausgeflogen werden. Die Infrastruktur in der Kaserne erscheint für die Umrüstung von Unterkunftsgebäuden in Quarantänequartiere grundsätzlich ausreichend zu sein. Zudem dürfte die Wahrscheinlichkeit, dass diese Menschen tatsächlich infiziert sind, gleichzeitig die Sicherheitsmaßnahmen versagen und sich das Virus ausbreitet, eher gering sein“,

so Alfons Braun, Vorsitzender der AfD-Stadtratsfraktion in Germersheim.

„Aufgrund der Brisanz der Situation – noch sind das Virus und seine Auswirkungen nicht vollständig erforscht – stellen sich uns jedoch mehrere Fragen, zu denen wir uns kurzfristig von der Kreisverwaltung und den weiteren beteiligten Stellen Aufklärung erhoffen. Besorgnis seitens der Bürger kann ich nachvollziehen, insofern wäre eine öffentliche Erklärung hinsichtlich der offenen Punkte sehr hilfreich“,

ergänzt Matthias Joa, Landtagsabgeordneter und Kreistagsmitglied:

  1. Welche Vorkehrungen wurden im Detail getroffen, um im Erkrankungsfall eine Ausbreitung des Virus über die Kaserne hinaus zu verhindern?
  2. Was geschieht (Rechtslage), wenn mögliche Infizierte oder symptomfreie Personen die Isolierstation bzw. das Gelände vorzeitig verlassen möchten?
  3. Wie wird das eingesetzte betreuende und medizinische Personal behandelt und wie stellt man sicher, dass diese das Virus im Erkrankungsfall nicht nach draußen tragen? Die Inkubationszeit beträgt nach bisherigen Erkenntnissen ca. 14 Tage, Infizierte könnten also symptomfrei und trotzdem ansteckend sein.
  4. Welche Notfallmaßnahmen und Vorkehrungen wurden getroffen, um die Bevölkerung von Stadt und Landkreis bei einem möglichen Ausbruch zu schützen und zu behandeln und eine weitere Ausbreitung zu verhindern?
  5. Wem obliegt die Federführung bei der Quarantäne-Aktion und welche Behörden und Organisationen sind vor Ort eingebunden?
  6. Werden der laufende militärische Betrieb und die Ausbildung in der Südpfalz-Kaserne beeinträchtigt und wie sehen die Abtrennungsmaßnahmen zwischen Quarantänebereich und den Bereichen für den Kasernenbetrieb konkret aus?
  7. Hat der parlamentarische Staatsekretär Dr. Thomas Gebhart (CDU) im Bundesministerium für Gesundheit Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) den Standort aus eigener Initiative angeboten? Wer hat auf wessen Veranlassung bzw. Vorschlag hin wann die Entscheidung für Germersheim als Standort getroffen? Welche Standorte waren alternativ in der Diskussion und engeren Auswahl?

Matthias Joa, MdL und Vorsitzender der AfD-Kreisverband Germersheim, und Alfons Braun, Vorsitzender der AfD-Stadtratsfraktion Germersheim.

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