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Coronakrise: Nachbarschaftshilfe initiieren und fördern, wirtschaftliche und soziale Auswirkungen fokussieren

Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden die Infektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Germersheim in den nächsten Wochen stark zunehmen. Besonders gefährdet sind ältere und vorbelastete Personen. In kürzester Zeit könnte eine völlig veränderte Versorgungslage eintreten und bereits der Gang zur Apotheke oder zum Einkauf zum Risiko werden. Schulen und Kitas sind ab sofort geschlossen, dies bringt für einzelne Eltern Betreuungsprobleme mit sich.

Weiter steigt das Risiko für viele Mittelständler, Gastronomen und kleinere Betriebe, eine Krise von einigen Monaten nicht überstehen zu können, da sie nicht über ausreichende Liquiditätsreserven verfügen, um eine solche Schwächephase zu überstehen.

Hierzu erklärt Matthias Joa, AfD-Kreisvorsitzender und Mitglied des Landtages:

„Die wirtschaftlichen und gesundheitlichen Auswirkungen werden sicherlich auch im Kreis Germersheim stark spürbar. Den weiteren Verlauf können wir zum heutigen Zeitpunkt noch gar nicht absehen. Es ist jedoch nicht unwahrscheinlich, dass die Zahl der Infektionen – und damit auch die gesellschaftlichen Beeinträchtigungen – im Kreis stark anwachsen.

Gerade für ältere Menschen sowie solchen mit Vorerkrankung führt das zu starken Einschränkungen in ihrem Alltag. Hier möchten wir an die Solidarität und Hilfsbereitschaft der Bevölkerung appellieren und Ressourcen aktivieren, so dass z.B. Freiwillige die Einkäufe und Apothekengänge für ihre Mitmenschen übernehmen. Die Kommunen im Landkreis könnten dies koordinieren und den Freiwilligen eine Grundausstattung an Schutzausrüstung – sofern im Einsatz nötig – zur Verfügung stellen.“

Joa weiter:

„Der Staat allein wird bei einer Verschärfung der Lage für solche Einzelhilfen keine Kapazitäten haben. Deswegen müssen wir jetzt bürgerliches Engagement in diese Richtung unterstützen. Sollte die Lage stabil bleiben und die Hilfe nicht gebraucht werden, ist es gut für uns gelaufen. Tritt der kritische Fall jedoch ein, sind wir vorbereitet. Deshalb werden wir im Kreistag eine dementsprechende Initiative starten.

Darüber hinaus müssen wir uns schon heute intensiv mit den möglichen dauerhaften wirtschaftlichen Auswirkungen für Betriebe und Beschäftigte auseinandersetzen: Heimarbeit, Familien- und Kinderbetreuung, Sicherung der Liquidität der Unternehmen, insbesondere bei Gastronomie und Kleinunternehmen, diese Fragen müssen nun vor Ort Thema werden. Die kommende Situation wird ungewöhnlich, kann jedoch gemeistert werden, wenn Viele sich einbringen. Unsere Lösungen dafür sind unter anderem großzügige Steuerstundungen, die Herabsetzung von Vorauszahlungen und die Förderung von Heimarbeit auch für Kommunalangestellte. Des Weiteren geht es um eine realistische Einschätzung der jeweils aktuellen Lage und möglicher Zukunftsszenarien – eine Herausforderung für die Kommunalpolitik, denn auch lokale Steuereinnahmen werden betroffen sein. Hier braucht es ebenfalls eine wirklichkeitsnahe Risikobewertung. “

„Abschließend, doch dies ist primär ein Bundes- bzw. Landesthema, fordern wir ein Elterngeld für betroffene Eltern, die wegen der Betreuung ihrer Kinder nicht arbeiten gehen können und finanzielle Einbußen erleiden. Die AfD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz hat dies bereits gefordert“,

so Matthias Joa ergänzend.

Matthias Joa, MdL
Vorsitzender AfD Kreisverband Germersheim

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