© moerschy / Pixabay.com

Zusätzliche Corona-Soforthilfe für die Wirtschaft gefordert: Zahlreiche Betriebe im Kreis Germersheim in Gefahr

Bundes- und Landesregierung haben milliardenschwere Hilfsprogramme zur Unterstützung der Wirtschaft in der Corona-Krise aufgesetzt: Die nicht rückzahlungspflichtige Soforthilfe der Bundesregierung wird auf Landesebene für Selbständige und Unternehmen mit bis zu 30 Mitarbeitern ergänzt durch Darlehen, die bis 2022 zins- und tilgungsfrei bleiben.

Dazu nimmt der AfD-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Matthias Joa Stellung:

„Selbständige und Unternehmen beklagen, dass die Soforthilfe der Bundesregierung schon quantitativ nicht ausreicht und sich zudem an den Fixkosten und nicht an der Höhe der Umsatzausfälle orientiert. Wer kaum Fixkosten und hohe Umsatzausfälle hat, fällt durchs Raster. Gerade Solo-Selbständige sind betroffen, die keine betrieblichen Fixkosten haben, aber ihren Lebensunterhalt vollständig über ihre Tätigkeit bestreiten und nicht durch Kurzarbeitsmaßnahmen ihrer Arbeitgeber aufgefangen werden.

Mittelständler können zwar KfW-Darlehen und Bürgschaften (unter Umständen) in Anspruch nehmen, erhalten jedoch keinerlei Kompensation für entgangene Umsätze. Eine weitere Verschuldung ist für viele Unternehmen – angesichts der auch bei einem schnellen Wiederanfahren der Wirtschaft zunächst schwächeren Konjunktur – oftmals gar nicht langfristig tragbar oder wird von den Hausbanken abgelehnt.“

Matthias Joa weiter:

„Solange die Lage den weitgehenden ‚Shutdown‘ des Wirtschaftslebens erforderlich macht, dürfen wir keine Kosten und Mühen scheuen, um unsere Wirtschaft vor den damit verbundenen Belastungen zu schützen. Wir fordern daher ergänzend zur Soforthilfe der Bundesregierung ein echtes, modifiziertes Soforthilfeprogramm des Landes ohne Rückzahlungsverpflichtungen.“

„Bei der Zumessung der Soforthilfen von Bund und Land sollten neben den laufenden Kosten auch Umsatzausfälle berücksichtigt werden, wie es in unserem Nachbarland Nordrhein-Westfalen praktiziert wird. Je länger der aktuelle Zustand anhält, umso mehr brauchen wir eine anteilige Umsatzauskehrung, die nicht rückzahlbar ist und sich an den Vorjahresumsätzen orientiert. Dies wird teuer – aber ebenso teuer kommt uns zu stehen, wenn die Unternehmen in die Insolvenz rutschen, obwohl ihr Geschäftsmodell grundsätzlich tragfähig ist,“

so Matthias Joa abschließend.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Scroll to top

Kostenloses E-Mail-Abo

Bleiben Sie auf dem Laufenden. Wir informieren Sie über unseren E-Mail-Newsletter:

Warten Sie!

Bleiben Sie auf dem Laufenden. Wir informieren Sie über unseren E-Mail-Newsletter: