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Matthias Joa zu SPD-Äußerungen zum Abbau von Geldautomaten: Kreis-SPD kritisiert wider besseres Wissen – Neue Wege der Bargeldversorgung prüfen

Aufgrund des veränderten Kundenverhaltens, des hohen Wettbewerbsdrucks und der massiven negativen Wirkungen des Niedrigzinses wird die Ertragssituation der Sparkasse Germersheim-Kandel erheblich belastet. Die Kreis-SPD kritisiert nun insbesondere den Abbau der Geldautomaten und die sich verschlechternde Versorgung mit Bankdienstleistungen.

Dazu Matthias Joa, Landtagsabgeordneter und Vorsitzender des AfD-Kreisverbandes Germersheim:

„Die SPD betreibt Populismus in Reinform, denn die Partei dürfte bestens über die sich immer weiter verschärfende Ertragslage der Sparkasse informiert sein. Deren Kunden sind – auch angesichts der steigenden Wettbewerbsintensität mit den Online-Banken – jedoch nicht bereit, weiter stark steigende Kontoführungsgebühren zu zahlen. Die Ertragsmöglichkeiten aus dem klassischen Bankengeschäft werden immer stärker in Mitleidenschaft gezogen und viele Vertriebsmitarbeiter stehen bereits jetzt unter einem hohen Verkaufsdruck. Dieser darf nicht weiter steigen, da die Kunden bedarfsgerecht beraten werden müssen. Auch sollte die SPD nicht vergessen, dass die Sparkasse sowohl regelmäßig Geld an ihre Träger ausschüttet als auch Mittel für soziale und kulturelle Projekte bereitstellt.

Doch nicht nur Banken geraten unter Druck: Insbesondere die Bürger im Kreis Germersheim werden Dank der Niedrigzinspolitik bei der Altersvorsorge belastet und verlieren seit Jahren hohe Summen durch den fehlenden Zinseszinseffekt sowie die Inflation (negative Realzinsen). Dies trifft die Bürger weitaus schlimmer. Von der SPD ist dazu aber wenig zu hören. Auf Landesebene wurde alles – auch zur Sparkassenthematik – abgebügelt.“

Joa betont:

„Die Sparkasse Germersheim-Kandel ist dadurch wiederum betriebswirtschaftlich dazu gezwungen, Fixkosten zu reduzieren. Auch die SPD sollte die hohen Kosten für den Betrieb eines Geldautomaten durch ihre Vertretung im Verwaltungsrat bestens kennen. Allerdings sollte auch der Vorstand der Sparkasse durch einen angemessenen, befristeten Gehaltsverzicht etwas dazu beitragen, zumal die Lage durch die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise und mögliche Kreditausfälle nicht einfacher werden wird. Das Gehaltsniveau vieler Sparkassenvorstände in Deutschland liegt auf Staatssekretär-, Minister- oder vereinzelt gar auf Kanzlerniveau. Eine freiwillige Reduzierung um 5-10% wäre hier ein gutes Zeichen, sowohl an die Mitarbeiter als auch an die Kunden.

Natürlich könnten die Geldautomaten theoretisch auch alle erhalten werden. Dann werden allerdings die Kunden über noch höhere Kontoführungsgebühren, die Sparkasse durch Kundenabwanderung mangels Wettbewerbsfähigkeit, die Mitarbeiter unter Umständen durch Kündigung und die Träger durch geringere Ausschüttungen die Konsequenzen tragen. Dieser Zusammenhang darf nicht unter den Tisch fallen. Die Kommunalfinanzen stehen so schon vor großen Herausforderungen. Das Sparkassen-Bashing der SPD ist daher populistisch. Von der Sparkasse die Quadratur des Kreises zu verlangen, ist wenig durchdacht. Nahezu alle Banken mit breiter Filialstruktur stehen vor massiven Problemen.“

Matthias Joa weiter:

„Es gibt jedoch eine zielführendere Option: Das Ermöglichen von Abhebungen über Kooperationspartner wie etwa Supermärkte und Tankstellen, um zumindest diesen Nachteil abzufedern. Mancher Supermarkt bietet die Geldabhebung ab einem bestimmten Einkaufswert bereits kostenfrei an. Hier sollte die Sparkassenorganisation auch bundes- bzw. landesweit ansetzen, da sich die Geldautomatenproblematik nicht nur im Kreis Germersheim stellt: Verstärkte Kooperation mit lokalen Partnern, um Abhebungen auch unabhängig von einem Mindest-Einkaufswert möglich zu machen. Dies ist ein wesentlich seriöserer Ansatzpunkt als die SPD-Forderungen ins „Blaue hinein“, die außer der nicht einfach umzusetzenden Option der Sparkassen-Volksbanken-Kooperation auch keine Lösung für die betriebswirtschaftlichen Probleme anbietet.“

„Eine Mindestversorgung mit sparkasseneigenen Geldautomaten muss sichergestellt sein. Jedoch ist es unseriös, falsche Erwartungen zu wecken und der Sparkasse und ihren Mitarbeitern dann den schwarzen Peter zuzuschieben, während man selbst doch bestens über die wirtschaftliche Situation informiert ist und die Lage eigenhändig – zumindest mittelbar als Regierungspartei – mitgeschaffen hat. Die weitgehend unreflektierten Einlassungen des SPD-Kreisvorsitzenden verwundern mich daher und zeugen nicht von vertiefter Befassung mit der Thematik,“

so Matthias Joa abschließend.

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