© Collage / AfD Germersheim

Willi will´s wissen – Heute: Die Pläne der Sparkasse

Was dem Politiker die Pressemitteilung, sind dem umtriebigen SPD-Funktionär aus Rheinzabern seine fast schon wöchentlich getakteten Leserbriefe in diversen regionalen Medien.

Auch zum Thema „Sparkasse“ hat es ihn aktuell in den Fingern gejuckt und er analysiert in der ihm eigenen Manier die Pressemitteilung unseres Kreisvorsitzenden Matthias Joa, der nicht nur Wirtschaftspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Mainzer Landtag, sondern auch Mitglied des Verwaltungsrates der Kreissparkasse ist.

Joa´s Kritik an der kürzlich veröffentlichten und unausgegorenen Pressemittelung der SPD – unter anderem zur geplanten Reduzierung von Bankautomaten (welche sogar von den Grünen zerpflückt wurde) – nimmt Hellmann nun zum Anlass, mit Halbwissen zu glänzen.

Also schauen wir uns einmal auszugsweise seinen jüngsten Meinungsbeitrag an (Rechtschreibfehler im Original):

„Warum Herr Joa, selbst auch Mitglied des Verwaltungsrats der Kreis-Sparkasse und Anführer der AfD im Kreis, der SPD Populismus vorwirft, darf gerne sein Geheimnis bleiben. Man kann wohl davon ausgehen, dass er als Verwaltungsratsmitglied über die angestrebten Maßnahmen zumindest informiert ist.“

Nun ja: Selbst die Grünen werfen der SPD ja in diesem Fall Populismus vor – warum wohl?

Und natürlich ist Matthias Joa – wie viele andere Mitglieder des Kreistages – Verwaltungsratsmitglied bei der Sparkasse Germersheim-Kandel (was, anders als von Hellmann suggeriert, kein großes Geheimnis ist) über die angestrebten Konsolidierungsmaßnahmen informiert.

Gerade deshalb kritisiert er auch die reißerische Pressemitteilung der SPD, die offenbar nur den Zweck hat, das Handeln der Sparkasse zu skandalisieren und die ehemalige Volkspartei als sozial darzustellen – nachdem sie in den letzten Jahren in Regierungsverantwortung die katastrophale EZB-Politik zum Schaden der Sparer und regionalen Banken eifrig mitgetragen hat.

Doch im Gegensatz zu den „Sozialdemokraten“ liefert Joa Lösungen: Solidarische Einsparungen bei den Vorstandsgehältern und unkomplizierte Bargeldabhebung in den Geschäften vor Ort!

Ansonsten fällt wieder die “(An-)Führer”-Fixierung des SPD-Mannes auf; ohne irgendwelche “Nazi”-Anspielungen scheint sich Herr Hellmann unsicher in seiner Argumentation.

„Leider erschließen sich aus seiner (Joa´s) Stellungnahme auch keine zwingenden Gründe für den Abbau zumindest der Geldautomaten. Nun, ich weiß ja nicht was Herr Joa weiß und/oder zu wissen glaubt. Wenn er denn überhaupt etwas weiß.“

Wie der Pfälzer schon sagt: „Wer´s wäß, wird´s wisse!“ Und Herr Hellmann scheint in Sachen Wirtschaft und Bankwesen recht wenig zu wissen – davon aber sehr viel. Da kommt es zwangsläufig zu Verständnisproblemen.

„Dass eine Bank mit weniger Personal ihr Ergebnis des letzten Jahres deutlich übertreffen kann, bei steigenden Umsätzen, kann kaum verwundern. BWL erste Lehrstunde! Genau so wenig wie die Neuausrichtung! In schweren Zeiten findet man immer gute Argumente für solche Maßnahmen, die ja immer und überall beim Personal beginnen. Beispiele aus der Industrie gibt’s leider zu Hauf. Dazu ist dem Herrn Joa wenig eingefallen. Was Wundes – alter Spruch -wess‘ Brot ich fress‘, dess‘ Lied ich sing.“

Man muss es schon mehrmals lesen, um zu erraten, was er damit ausdrücken will. Zumindest erfährt der geneigte Leser, daß Herr Hellmann wenigstens in der ersten BWL-Stunde physisch anwesend gewesen sein muß.

Die Hauptgründe für die Lage der Sparkasse, die Null- bzw. Minuszinspolitik der EZB, die von Joa thematisiert wurde, fällt bei der SPD und Hellmann natürlich ganz unter den Tisch. Aber irgendwie muß man ja wieder auf “Personal” und „Klassenkampf“ ablenken. Sei letzter Satz, in dem er Joa Korruption unterstellt, dürfte übrigens wie so viele seiner Unterstellungen und Falschbehauptungen in den Bereich „Verleumdung“ fallen. Dann pfeifen wohl auch die anderen Verwaltungsratsmitglieder nach der Pfeife der Sparkasse?

„Bleibt die Frage, was mit seiner Gage in Höhe von geschätzten 3000€ als Verwaltungsrat passiert und wie sich seine Vorstandskollegen dazu positionieren. Ich schätze die Herren von der CDU haben alle einen Maulkorb.“

Die AfD hat grundsätzlich kein Problem damit,Teile ihrer Aufwandsentschädigungen zu spenden. Überlegungen, welchen Beitrag z.B. die Mitglieder des Kreistages in der Corona-Krise leisten können, sind in der Diskussion.

Übrigens: Im Gegensatz zur SPD haben sich die AfD-Abgeordneten – also auch Matthias Joa – bereits 2017 in Mainz gegen die Erhöhung der Diäten für Landtagsabgeordnete eingesetzt und sich dazu entschieden, einen Teil der Erhöhung an gemeinnützige Vereine zu spenden. Ebenso befürwortet die AfD eine Nullrunde für 2021 und regt eine Prüfung für das Aussetzen der Erhöhung des laufenden Jahres an.

So nebenbei: Was ist eigentlich mit der „Gage“ von Willi´s Genossen, die seit Jahrzehnten in dem von ihm so kritisierten Verwaltungsrat saßen, passiert? Und auch hier unterstellt Hellmann im letzten Satz mal wieder wahrheitswidrig Klüngel von AfD bzw. CDU.

„Schlusssatz in eigener Sache: Vielleicht kann Herr Joa seine Trabanten bei Gelegenheit mal anweisen, auf die Fanpost an meine Privatadresse zu verzichten. Satire geht anders und einen zweiten Böhmermann sehe ich da auch nicht und gequirlte Sch(…) lese ich nicht. Darauf hab ich keinen Bock! Dann bin ich auch nicht der Pfarrer von Queidersbach. Mich kann man nicht so einfach und leicht wegmobben. Das eingesparte Porto kann die AfD dann großzügiger Weise an die Seenotrettung überweisen.“

Sein Leserbrief im Pfalz-Express (Link siehe unten) ist mit Bildern – offenbar seiner Fanpost der letzten Jahre, die er aufgrund seines freundlichen Wesens und seiner sachlichen Leserbriefe erhalten hat – illustriert. Wann und von wem er diese erhalten hat, wird leider nicht geklärt – oder ob es sich möglicherweise um seine selbst privat angefertigte Sammlung “rechter Texte” handelt. Aber er möchte damit offenbar der Öffentlichkeit suggerieren, daß es Drohbriefe gegen seine Person sind.

Fakt ist auch hier: Weder der Landtagsabgeordnete Matthias Joa noch die AfD im Kreis Germersheim haben irgendwen angewiesen, Briefe an ihn zu schreiben. Der Kreis, mit dem es sich Herr Hellmann in seiner unnachahmlichen Art verscherzt hat, dürfte weit gestreut sein. Briefporto – selbst wenn es sich um wenige Cent handelt – würden wir schon zweimal nicht für ihn aufwenden; hier überschätzt Herr Hellmann ganz offensichtlich seine Bedeutung.

Und im Gegensatz zur lokalen SPD und ihres Unterstützermilieus verzichten wir auf Einschüchterung des politischen Gegners. Die Roten beherrschen das aus Tradition eh viel besser.

Zu guter Letzt vergleicht sich Hellmann noch mit dem offenbar von Rassisten bedrohten Pfarrer Patrick Asomugha aus Queidersbach und offenbart damit seine Hybris.

Allerdings unterschlägt der selbsternannte „Märtyrer der Sozialdemokratie” damit die Tatsache, daß sich die Landes-AfD und Matthias Joa bereits kurz nach der Tag im April klar zu diesen verurteilenswerten Taten positionierten – und Joa persönlich eine mögliche Entsendung des Pfarrers in den Kreis Germersheim begrüßt.

Man möchte Hellmann nicht zum ersten Mal zurufen: “Erst Denken, dann Schreiben!”

Hier gerne nochmal zum Nachlesen das Schreiben unseres Kreisvorsitzenden an Pfarrer Patrick Asomugha:

„Sehr geehrter Herr Asomugha,

mit Unverständnis und Wut habe ich die Berichterstattung über die Vorkommnisse in Queidersbach verfolgt. Die AfD in RLP missbilligt – wie auch ich persönlich- diese Taten auf das Schärfste, siehe auch PM unten.

Es ist mir ein persönliches Anliegen, Ihnen zu schreiben. Ja, es ist in der Tat so, dass wir als Partei insbesondere der islamischen Armutseinwanderung nach Deutschland sehr kritisch gegenüberstehen, weil wir befürchten, dass dies langfristig schwere (nicht nur finanzielle!) Nachteile mit sich bringen wird.

Dies hat jedoch nicht das Geringste damit zu tun, dass ich es gutheiße, wenn Menschen wegen Hautfarbe oder Herkunft generell abgewertet, terrorisiert oder aus einem Ort vertrieben werden. Auch haben wir viele Migranten in unserer Partei, einige haben sich wegen dieses Terrors gegen Sie auch direkt an mich gewandt.

Jedenfalls: Die Vorgänge und den Terror gegen Ihre Person erschüttern und beschämen mich. Dies habe ich auch öffentlich kundgetan. Ich hoffe, sie finden schnell eine neue Wirkungsstätte. Bei uns in der Südpfalz sind sie herzlich willkommen, und ich glaube auch nicht, dass solche Aktionen hier vorkommen würden.

Eine entsprechende Entsendung in die Südpfalz bzw den Kreis Germersheim würde ich persönlich sehr begrüßen. Lassen Sie sich von solchen feigen und wohl sehr einfältigen Narren nicht einschüchtern – ich glaube es gibt tatsächlich kaum jemanden in der Bevölkerung, der so einen hinterhältigen Terror gutheißt.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und stehe auch für ein Gespräch gerne zur Verfügung.

Viele Grüße
Matthias Joa MdL

Migrations- und wirtschaftspolitischer Sprecher AfD-Landtagsfraktion
Kreisvorsitzender AfD Kreisverband Germersheim.“

Der vollständige Leserbrief findet sich übrigens hier.

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