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Schulbussituation im Kreis: Massive Beschwerden – Buskapazität muss umgehend erhöht werden, Landkreis muss sofort handeln

Zahlreiche Eltern und Schüler beschweren sich hinsichtlich der Schulbustransfers im Landkreis Germersheim: Trotz monatelanger Vorbereitungszeit seitens der Kreisverwaltung wird von Verspätungen, völlig überfüllten Bussen, kaum der deutschen Sprache mächtigen Fahrern mit mangelhaften Ortskenntnissen und allgemein von riskanten Fahrmanövern und überhöhter Geschwindigkeit berichtet. Fahrer hätten Eltern an den Haltestellen gar nach dem Weg zur Schule gefragt, viele Kinder weigerten sich mittlerweile, mit dem Bus zu fahren.

Hierzu Matthias Joa, Landtagsabgeordneter und Kreistagsmitglied:

„Die Betreibersituation ist seit langem eine Dauerbaustelle; doch seit Beginn der Schule am Montag häufen sich die Beschwerden aus der Bevölkerung, beispielsweise auf der Strecke von Lustadt zur IGS nach Rülzheim und zurück. Die Lage in den Schulbussen ist nicht mehr tolerierbar. Während einerseits in Schulen sehr weitgehende Auflagen in Hinblick auf die Corona-Pandemie gelten, werden Hygienemaßnahmen bei der Schülerbeförderung völlig konterkariert. Kurz gesagt: Abstandsregeln in der Schule, Gedränge in überfüllten Schulbussen.“

Joa erklärt:

„Da wirken die im Landkreis aufgestellten „AHA“-Banner (Abstand – Hygiene -Alltagsmaske) zunehmend grotesk, wenn der Landkreis es gleichzeitig nicht einmal schafft, die Schülerbeförderung angemessen und unter hygienischen und verkehrstechnischen Gesichtspunkten sicher zu organisieren. Und das trotz wochen- und monatelanger Vorlaufzeit.“

Sich wie Landrat Dr. Fritz Brechtel (CDU) nun nur über die Landespolitik zu beschweren, löse das Problem aber nicht, denn die zu befördernden Schülerzahlen waren lange bekannt, ergänzt der Abgeordnete. Was wir jetzt bräuchten seien kurzfristig erhöhte Kapazitäten und befristete Vertragsabschlüsse mit Busunternehmen. Diese dürften angesichts der Umsatzverluste im Tourismus froh über zusätzliche Aufträge sein und entsprechende Kapazitäten kurzfristig bereitstellen können.

Joa weiter:

„Hier muss der Kreis umgehend handeln und notfalls in Abstimmung mit den Kreistagsgremien in finanzielle Vorleistung gehen, um zumindest auf den am stärksten betroffenen Routen und Stoßzeiten schnell eine Lösung zu haben.“

Unpünktliche Busse, teils riskante im Straßenverkehr agierende, teils übermüdet wirkende Fahrer, mangelhafte Deutsch- und Ortskenntnisse – all dies verbindet sich nun mit der vorliegenden Corona-Situation, in der die Kommunikation wichtiger wird, zu einer unguten Mischung. Der Landkreis muss hier allgemein – unabhängig von der Überfüllung, für die der Betreiber an sich nichts kann – auf die Busunternehmen einwirken, bevor es zu Unfällen und Infektionen kommt.

„Landrat Dr. Brechtel verweist auf die Mitzuständigkeit der Landesregierung. Die ist richtig – und doch können wir aktuell nicht mehr zuwarten: Ab der kommenden Woche müssen die Buskapazitäten angepasst und entsprechend hochgefahren werden. Der Kreis muss notfalls in die Vorlage treten. Weder für Eltern noch für Schüler ist die aktuelle Lage weiterhin hinnehmbar“,

so Matthias Joa abschließend.

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